Eine neue Erasmus+-Initiative vereint sieben europäische Akteure, um die Ausbildung in der Weidewirtschaft zu stärken, die biologische Vielfalt zu schützen und ländliche Gemeinschaften zu unterstützen.
Das Projekt EU4SUPA:
EU4SUPA – European Union for Sustainable Pastoralism / Europäische Union für nachhaltige Weidewirtschaft
Laufzeit: 30 Monate (2024–2027)
Programm: Erasmus+ KA220-VET
Koordinator: Fundación Monte Mediterráneo (FMM), Spanien
Partner: CESEFOR (Spanien), INNSAMBLE (Spanien), AGROM-RO (Rumänien), AU-Plovdiv (Bulgarien), HAUP (Österreich), D.R.E.Am. Italia (Italien)
Das Projekt EU4SUPA – Europäische Union für nachhaltige Weidewirtschaft – hat seine Aktivitäten am 1. November 2025 offiziell aufgenommen. Damit begann eine auf 30 Monate angelegte transnationale Zusammenarbeit, die darauf abzielt, die Weidewirtschaft durch innovative Berufsbildung und Qualifizierung zu revitalisieren. Die durch das Programm Erasmus+ finanzierte und von der Europäischen Union kofinanzierte Initiative reagiert auf die dringenden ökologischen, sozioökonomischen und kulturellen Herausforderungen, vor denen Weidegemeinschaften in ganz Europa stehen.
Die Weidewirtschaft spielt eine entscheidende Rolle bei der Erhaltung der biologischen Vielfalt, der Vermeidung von Bodenledegrazionen, der Eindämmung von Waldbränden und der Unterstützung der ländlichen Wirtschaft. Dennoch steht der Sektor aufgrund des Klimawandels, der Abwanderung aus dem ländlichen Raum und des Verlusts traditionellen ökologischen Wissens unter zunehmendem Druck. EU4SUPA bündelt eine vielfältige Partnerschaft aus Spanien, Italien, Österreich, Bulgarien und Rumänien, um einen modernen, nachhaltigkeitsorientierten Ausbildungsweg zu schaffen, der sowohl heutigen als auch zukünftigen Hirtinnen und Hirten sowie Betriebsführerinnen und Betriebsführern die nötigen Werkzeuge an die Hand gibt.
Das Projekt konzentriert sich darauf, die Ausbildung in der Weidewirtschaft zu modernisieren, die ökologische Nachhaltigkeit auf den Weideflächen zu stärken, traditionelles Wissen zu bewahren und die Attraktivität der Weidewirtschaft als Beruf zu steigern.
Während des Kick-off-Meetings des Projekts unterstrichen die Partner die starke Motivation hinter diesem Vorhaben: die Notwendigkeit, die Weidewirtschaft zu professionalisieren und die ökologische Resilienz zu stärken. Aufbauend auf bisherigen Kooperationserfahrungen wird die Partnerschaft gemeinsam ein umfassendes Lernprogramm entwickeln, das wissenschaftliche Erkenntnisse mit traditionellen Praktiken verknüpft.
Das Projekt legt besonderen Wert auf die EU-Prioritäten in den Bereichen Umwelt und Klimaschutz, Inklusion und Vielfalt sowie auf die Ausrichtung der Berufsausbildung an den Erfordernissen des Arbeitsmarktes.
EU4SUPA hat sich zum Ziel gesetzt:
- ein kollaboratives Wissensmodell durch „Labore für Weiden und Weideland“ in sechs europäischen Regionen zu entwickeln;
- einen innovativen Lehrplan sowie ein Online-Schulungsprogramm für nachhaltige Weidewirtschaft zu erstellen;
- die Pilotphase durchzuführen und die Schulungsmodule unter Anwendung von Blended-Learning-Methoden (integriertes Lernen) zu validieren;
- ein europäisches Netzwerk für nachhaltige Weidewirtschaft aufzubauen, um Lehrende, Hirtinnen und Hirten, Forschende sowie politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger miteinander zu vernetzen.
Diese Initiative steht in engem Einklang mit dem bevorstehenden Internationalen Jahr der Rangelands und Pastoralisten 2026 und bietet eine einzigartige Gelegenheit, die Sichtbarkeit zu erhöhen und eine langfristige Dynamik für den Sektor zu erzeugen.

