Das Erasmus+-Projekt EU4SUPA nahm am wichtigsten europäischen Forum für Bergregionen teil, um nachhaltige Weidewirtschaft zu fördern, die europäische Zusammenarbeit zu stärken und zur Debatte über die Zukunft der extensiven Weidetierhaltung beizutragen.
Sallanches, Frankreich | 30. Juni – 2. Juli 2026
Das Erasmus+-Projekt EU4SUPA nahm an der XIV. Europäischen Bergkonvention teil, die vom 30. Juni bis 2. Juli 2026 in Sallanches (Haute-Savoie), Frankreich, stattfand. Unter dem Motto „Von den Weiden zur Politik: Die Zukunft der extensiven Weidetierhaltung in Bergregionen sichern“ und im Rahmen des Internationalen Jahres der Weidelandschaften und Hirtenvölker 2026 brachte die Konvention politische Entscheidungsträger, Forschende, Weidewirtschaftsorganisationen, Landwirte sowie Fachleute aus ganz Europa zusammen, um die Herausforderungen und Chancen für die Zukunft der Bergweidewirtschaft zu erörtern.
Vertreten durch den Projektpartner D.R.E.AM. Italia nahm das EU4SUPA-Konsortium im Rahmen seiner Strategie für Verbreitung, Kommunikation und Einbindung relevanter Interessengruppen an der Konvention teil. Die Teilnahme bot eine hervorragende Gelegenheit, die Projektziele vorzustellen, die Zusammenarbeit mit europäischen Akteuren auszubauen und sich an politischen Diskussionen zu beteiligen, die unmittelbar mit der Zukunft einer nachhaltigen Weidewirtschaft verbunden sind.
Während der dreitägigen Veranstaltung gewann das Konsortium wertvolle Einblicke in aktuelle europäische Politiken, innovative Praktiken und zukünftige Entwicklungen im Bereich der Weidewirtschaft. Darüber hinaus konnten neue Kontakte geknüpft und die Zusammenarbeit mit Organisationen des Euromontana-Netzwerks sowie weiteren europäischen Initiativen vertieft werden. Dadurch entstanden neue Möglichkeiten für Kooperationen, die über die Laufzeit des Projekts hinausreichen.
Die Ausgabe 2026 der Konvention widmete sich vollständig der extensiven Weidetierhaltung und untersuchte deren wirtschaftliche Nachhaltigkeit, ihren Beitrag zum Umweltschutz sowie ihre strategische Bedeutung für die zukünftige europäische Politik. Damit war die Veranstaltung von besonderer Relevanz für EU4SUPA, dessen Ziel es ist, die berufliche Aus- und Weiterbildung für nachhaltige Weidewirtschaft in Europa zu stärken.
Das Programm umfasste Grundsatzvorträge, thematische Workshops und hochrangige politische Diskussionen. Das Konsortium verfolgte insbesondere die Debatten über die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2027 und gewann wertvolle Erkenntnisse darüber, wie europäische Politiken nachhaltige Weidewirtschaft, den Generationenwechsel und widerstandsfähige Berggemeinschaften unterstützen können. Weitere Diskussionen befassten sich mit Fachkräftemangel, Kompetenzentwicklung, Marktresilienz, Innovation sowie der Attraktivität pastoraler Berufe. Zu den Teilnehmenden gehörten Vertreter der Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der Europäischen Kommission (DG AGRI), der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), von Euromontana, nationalen Bauernverbänden, regionalen Behörden und Weidegemeinschaften.
Von besonderer Bedeutung für EU4SUPA waren die Sitzungen zur beruflichen Aus- und Weiterbildung künftiger Fachkräfte in der Berglandwirtschaft. Dort diskutierten Expertinnen und Experten über das Wissen, die praktischen Fähigkeiten und die Kompetenzen, die die nächste Generation von Hirten und Fachkräften der Weidewirtschaft benötigt.
Besonders hervorzuheben ist der Workshop „Training Future Professionals for Mountain Livestock Systems“, der von Euromontana und D.R.E.AM. Italia im Rahmen der Projekte LIFE ShepForBio, Erasmus+ ShepForEco und EU4SUPA gemeinsam organisiert wurde. Im Mittelpunkt stand die Rolle von Hirtenschulen als wichtige Motoren der territorialen Entwicklung. Die Teilnehmenden betonten, dass diese Schulen weit über ihre traditionelle Ausbildungsfunktion hinausgehen und sich zu Zentren für Innovation, Wissensaustausch und Gemeinschaftsentwicklung entwickeln können. In der Diskussion wurde hervorgehoben, dass die Verbindungen zwischen Weidewirtschaft, Tourismus und Ökologie gestärkt werden müssen, um integrierte und nachhaltige Entwicklungsmodelle zu fördern, die regionale Produkte aufwerten und gleichzeitig neue wirtschaftliche Chancen für Berggemeinden schaffen.
Der Workshop unterstrich außerdem die Bedeutung flexibler Ausbildungswege, die den sich wandelnden Anforderungen des Sektors gerecht werden. Dazu gehören die Weitergabe praktischen Wissens, die Förderung der Anpassung an den Klimawandel sowie die Anerkennung erworbener Kompetenzen. Darüber hinaus wurde die Bedeutung eines Netzwerks von Hirtenschulen hervorgehoben, das den Erfahrungsaustausch erleichtert, die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Regionen stärkt und die kontinuierliche berufliche Weiterbildung fördert.
Abschließend bekräftigte die Diskussion den wichtigen Beitrag der Hirtenschulen zum Generationenwechsel, zur beruflichen Integration sowie zur langfristigen wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Vitalität der Bergregionen.
Zum Abschluss der Konvention wurden die gemeinsamen Prioritäten der europäischen Berggemeinschaft zur Stärkung der extensiven Weidetierhaltung in den kommenden Jahren formuliert. Gleichzeitig wurden die erheblichen Herausforderungen für den Sektor anerkannt, darunter die Überalterung der Erwerbstätigen, der mangelnde Generationenwechsel, der Klimawandel, die Volatilität der Märkte, das Zusammenleben mit großen Beutegreifern sowie die Schwierigkeit, praktisches Wissen an jüngere Generationen weiterzugeben.
Die Teilnahme an der XIV. Europäischen Bergkonvention bestätigte erneut die zentrale Bedeutung der transnationalen Zusammenarbeit für den Aufbau einer nachhaltigeren und widerstandsfähigeren Zukunft der Weidewirtschaft in Europa.
Pressekontakt – DREAM ITALIA
Gresa Martiri
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Eugenia Spinelli
spinelli@dream-italia.it
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